Historie

21. September 1893
Grundsteinlegung des Koppelhauses – und damit Gründung des August Heerlein-Stifts durch Anna Elisabeth Heerlein (9. März 1836 bis 9. November 1908) und ihre Mutter Maria Elisabeth Heerlein zum Andenken an den verstorbenen Vater und Ehemann August Heerlein.

1894
Das August Heerlein-Stift wird formal ins Leben gerufen – damals mit dem Ziel, Witwen und Jungfrauen aus gebildeten Kreisen, die keine öffentliche Unterstützung genossen haben, aber Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhaltes besaßen, Freiwohnen zu gewähren. Anna Elisabeth Heerlein, durch Krankheit früh körperlich eingeschränkt, hatte zudem zwei weitere Stiftungen zur Unterstützung insbesondere kranker Menschen gegründet: die August Heerlein Wohltätige Stiftung und die August Heerlein Familien-Stiftung. Mit allen Stiftungen wollte Anna Elisabeth ihren Eltern ein Denkmal setzen. Von ihr selbst gibt es kein Bild, aber die Bronzebüste ihres Vaters hat heute ihren Platz im Stiftungsgarten.

1922/23
Erste Mietverhältnisse, um Einnahmen zu erzielen.

1945
Zerstörungen durch den Zweiten Weltkrieg: Das Haupthaus ist völlig ausgebrannt, weitere Häuser sind stark beschädigt.

1953
Verkauf der Ruine des Haupthauses, um die Behebung der Schäden zu finanzieren. Als Käufer fand sich Edeka. Der Konzern errichtet hier seine Zentrale und verkauft das Gebäude später an die Volksfürsorge AG weiter. Heute befindet sich auf dem Grundstück an der Alster 52 das 5-Sterne-Hotel Le Méridien.

Im Zuge der Reparaturzahlungen verwandeln sich im Laufe der Jahre die „Zuschüsse zur Verwaltung“ in echte, jedoch günstige Mieten.

30. Juni 1972
Gründung der Charlotte und Werner Zindler Stiftung zur Errichtung und zum Betrieb eines Altenheims in Hamburg. Da die Mittel für diesen Zweck nicht ausreichen, gibt es schon bald Überlegungen, mit dem August Heerlein-Stift zusammenzuwirken und auf dessen Gelände mit dem Geld der Zindler Stiftung ein Altenheim zu errichten.

7. Dezember 1979
Auflösung der Zindler Stiftung und Übertragung des Vermögens auf das August Heerlein-Stift. Änderung der Satzung uns des Namens in Heerlein- und Zindler-Stiftung. Jetziger Zweck: Errichtung und Unterhaltung von Wohnungen für unbemittelte und bedürftige Personen, die das 55. Lebensjahr überschritten haben und nach Möglichkeit evangelischen Glaubens sind. In diesem Rahmen kann die Stiftung Altenwohnungen, Altenwohnheime, Altenheime und Pflegeheime unterhalten sowie weitere gemeinnützige Zwecke verfolgen.

1981
Errichtung des Zindler-Hauses als Altenheim mit Pflegestation durch die Architektengemeinschaft Klimsch – Markovic – Ronai.

bis 1990
Gründliche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen, um den gewachsenen Anforderungen des altengerechten Wohnens zu entsprechen – mit modernen sanitären Einrichtungen, Aufzügen etc.

1993
Hundertjähriges Jubiläum. Hier finden Sie unsere Jubiläumsbroschüre.

Heute betreibt die Heerlein- und Zindler-Stiftung das Zindler-Haus – eine vollstationäre Pflegeeinrichtung mit 47 Apartments für jeweils eine Person und vier Apartments für zwei Personen – sowie eine Wohnanlage mit insgesamt 106 Ein-, Anderthalb- und Zwei-Zimmerwohnungen.